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Mitsommerfest beim Nordlicht für Notfelle

(von Anja Schnoor)

 

 

Das Wetter wollte erst nicht so recht mitspielen und so stellten wir uns für eine Zeit lang im Garten der neuen Station der Nothilfe für Polarhunde e.V., dem „Nordlicht für Notfelle“, im extra aufgebauten Bundeswehrzelt unter. Wir ließen die angesagten Gewitter mit Regen vorüberziehen, verteilten dann die 5 Stationshunde in der Gruppe und machten uns auf zu unserer 10 km Rundtour.

Nancy

Payok

„Nancy“ hatte es Manuela und Kai, die eventuell eine Lebensgefährtin für ihren „Odin“ suchen, besonders angetan. So nahmen sie sie mit zum Laufen und Kennenlernen. Aber auch Anja und Jürgen R. hatten ein Auge auf die hübsche Maus geworfen. Hätte ich unsere Beiden nicht mit gehabt, wäre „Payok“ mein absoluter Favorit gewesen, in den ich mich schon in Nindorf verliebt hatte, wo Corinna ihn von den Vorbesitzern übernahm. Ein toller Kerl mit sagenhafter Ausstrahlung. Ein dritter Hund kommt für uns leider nicht in Frage. So wünsche ich diesem, typisch nordisch, etwas sturen, roten Riesen bald ein neues Rudel, dem nicht nur sein  Erscheinungsbild imponiert.

Mittsommerfeier1

Nach dem kurzen Ausflug in die Vermittlungsschiene zurück zu unserem Spaziergang. Die für die Landwirte meist mit Fahrspuren betonierten Wege führten uns vorbei an unzähligen Feldern, kleinen Wäldchen, über Wiesen und ein kleines Stück Teerstraße. Nachdem uns noch ein letzter Schauer erwischte, machten wir auf einem Spielplatz kurz Rast und ließen die Nachzügler aufschließen.

Mittsommerfeier4

 

Voll im Zeitplan, den Jens akribisch überwachte, kamen wir nach zwei Stunden zurück zum Ausgangspunkt. Die Hunde wurden versorgt und anschließend im Garten an den diversen Bäumen in jeweils sicherem Abstand rudelmäßig angebunden.

 

Mittsommerfeier11

 

Da fällt mir sieden heiß ein, dass meine kleine Ziege „Raixa“ den nächsten Bauabschnitt eingeleitet hat und an der Gartenhütte schon mal das Fundament frei legte. Der Auswurf ihrer Erdarbeiten vertrieb sogar “Samson” von seiner Decke. Corinna, lass den Spaten stehen, ich bin ja in spätestens 6 Wochen wieder da.

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Wir deckten die Kaffeetafel und stärkten uns mit selbstgebackenem Kuchen für den nächsten Programmpunkt. Da brach die Wolkendecke auf und für den Rest des Tages schien die Sonne. Klar, dass uns Petrus doch wohl gesonnen war. Er lässt uns schließlich selten im Stich.

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Um 16.00 Uhr wurde der Maibaum aufgestellt. Auch hier achtete Jens darauf, unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Mit vereinter Kraft hieften die kräftigen Männer den kopflastigen Stab ins vorher gebuddelte Loch und sicherten ihn mit vollem Körpereinsatz vorm Fallen.

Mittsommerfeier7

 

Als die mit Schleswig-Holstein-Farben geschmückte Birke stand, war es Levke, die uns zum Tanz um den Baum animierte.

 

Mittsommerfeier8

 

Und diverse Anwesende folgten ihrer Aufforderung, den Maibaum zu umkreisen.

Mittsommerfeier9

 

Während wir gegen Mittag noch 25 Menschen mit 35 Hunden waren, wuchs die Zahl der Zweifüßer langsam  auf etwa 40 an. Diverse Nachbarn und die ehrenamtlichen Helfer, die beim Aufbau der Außenanlagen mit angefasst hatten, kamen zum Grillabend. Pappsatt ging es später noch einmal auf eine Verdauungsrunde mit den Hunden.

 

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Jürgen hatte in der Zwischenzeit seine Gitarre eingestimmt und sorgte für die musikalische Untermalung des fröhlichen Festes der Sommersonnenwende. Der Grillplatz wurde in ein Lagerfeuer umfunktioniert und so klang der Tag harmonisch aus. Diese Formulierung trifft es nicht ganz, da der neue Tag schon beinahe wieder anbrach, als die Letzten endlich in ihre Schlafsäcke krochen.

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Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Alle hatten viel Spaß würden sich über eine Wiederholung freuen, vielleicht sogar als zukünftigen festen Programmpunkt im Jahr.

 

Auch nicht nordische durften mitfeiern. Wir sind schließlich recht liberal eingestellt, vor allem wenn sie so knuffig sind wie “Bonny”.

 

MittsommerfeierBonny

 

Übrigens hat “Nancy” am Sonntagmittag die Reise mit ihrem neuen Rudel nach Norditalien (= alles unterhalb der Elbe!!!) angetreten. Anja und Jürgen haben sich über Nacht entschieden, ihre Meute auf fünf zu erhöhen. Wir drücken ganz kräftig die Daumen und hoffen, dass alle Hundemitglieder bei der Abstimmung die Pfote gehoben haben. Manuela und Kai, nicht traurig sein, es sind genug andere liebe Mädels auf WG-Suche...